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Ausbildung und Fortbildung

DRK-Rettungsdienst Hünfeld begrüßt neue Auszubildende

Zum 01. Oktober konnte das Team des Rettungsdienstes im DRK-Kreisverband Hünfeld zwei neue Auszubildende zur Notfallsanitäterin willkommen heißen. Elena Grizenko und Janina Wanke haben ihre 3-jährige Ausbildung begonnen und zählen zu den momentan sieben Auszubildenden, die im Kreisverband Hünfeld auf das Staatsexamen vorbereitet werden. Wie Rettungsdienstleiter Steffen Diegmüller berichtet, liegt der Anteil der Auszubildenden im Hünfelder Rettungsdienst damit bei 16 %. Dieser soll in den kommenden zwei Jahren auf 20 % erweitert werden, da an der kooperierenden Rettungsdienstschule in Frankfurt neben dem Ausbildungsbeginn im Oktober auch im April ein zusätzlicher Platz besetzt werden kann – ab dem Jahr 2022 gibt es dann neben den 37 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 9 Auszubildende, denen 4  Praxisanleiter  zur Seite stehen. In rund 5000 Stunden durchlaufen die angehenden Notfallsanitäter im Blockunterricht an der Rettungsdienstschule, in Kliniken und der Lehrrettungswache in Hünfeld alle notwendigen Bereiche, um künftig alleine oder gemeinsam mit einem Notarzt die notfallmedizinische Erstversorgung von Patienten durchführen zu können.

Seit Herbst 2014 wird die 3-jährige Ausbildung zum Notfallsanitäter angeboten.

Hierzu stehen jährlich zwei Ausbildungsplätze zur Verfügung.

 

Mit dem 01.01.2014 trat das neue Notfallsanitätergesetz in Kraft und löste damit das seit 1989 geltende Rettungsassistentengesetz, welches das Berufsbild für das Rettungsfachpersonal geregelt hat, ab und setzt damit neue Möglichkeiten für interessierte Bewerber, die den Beruf des Notfallsanitäters als höchste nicht-ärztliche Tätigkeit im Rettungsdienst ausüben wollen.

Die umfangreichere Ausbildung in der Berufsfachschule, im Klinikpraktikum sowie in einer Lehrrettungswache wurde nötig, um den Anforderungen des heutigen Rettungsdienstes gerecht zu werden. Der Notfallsanitäter kann nun umfangreichere therapeutische Maßnahmen auch vor Eintreffen eines Notarztes bei Patienten durchführen und somit frühzeitig akute Gefahren oder weiteren drohenden gesundheitlichen Schaden abwenden. Ebenfalls soll die Ausbildung auf die Veränderungen in der Gesellschaft, vor allem durch den demographischen Wandel, und die damit verbundenen Herausforderungen für den Rettungsdienst reagieren.

Der DRK Kreisverband Hünfeld hat bereits im Jahr 2014 die Weichen gestellt zur Umsetzung des neuen Gesetzes. Bereits kurz nach Inkrafttreten des Gesetzes wurden die ersten Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter weiterqualifiziert und haben bisher alle die Ergänzungsprüfung erfolgreich absolviert. Parallel stehen 3 Praxisanleiter für die Betreuung der Auszubildenden zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie hier:  www.drkausbildungsverbund.de

Ausflüge mit unseren Auszubildenden

Im Rahmen der Ausbildung zum Notfallsanitäter werden nicht nur medizinisch-fachliche Inhalte vermittelt – auch gemeinsame Freizeitaktivitäten zur Teamförderung stehen auf dem Ausbildungsplan. So wurde z.B. der Kletterwald auf der Wasserkuppe besucht oder eine Kanutour auf der Fulda von den Azubi mit den Praxisanleitern unternommen. Gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeitern waren die Auszubildenden bei Schützenverein Hubertus Steinbach 1959 e.V. und haben bei Shoot & Fun einen schönen Abend verbracht. Auch eine Segway-Tour durch die Barockstadt Fulda stand auf dem Programm.

Jährliche Pflichtfortbildung „Erweiterte Versorgungsmaßnahmen“

 

Die Zusatzausbildung „erweiterteVersorgungsmaßnahmen“ wird vom Rettungsdienstträger, dem Landkreis Fulda, auf Grund eines Erlasses des Hessischen Sozialministeriums aus dem Jahr 2007 verlangt und beinhaltet ärztliche Maßnahmen, die der Rettungsassistent bzw. Notfallsanitäter bei Notfalleinsätzen am Patienten anwenden darf, wenn kein Arzt zur Verfügung steht. Zu diesen Maßnahmen gehören im Landkreis Fulda u.a. die halbautomatische Defibrillation, Intubation ohne Muskelrelaxanzien, das Legen eines peripher-venösen Zugangs und die Gabe von bestimmten Medikamenten. Ziel ist es, den Patienten so schnell wie möglich zu versorgen und weitere gesundheitliche Schäden abzuwenden.

Die Zulassung „erweiterte Versorgungsmaßnahmen“  erfolgt nach einer Prüfung (schriftlich, mündlich, praktisch) durch den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, welche jedes Jahr wiederholt wird. Dadurch kann in Verbindung mit einer jährlichen Pflichtfortbildung von mind. 38 Unterrichtsstunden der hohe Ausbildungsstand des Rettungsdienstpersonals gewährleistet werden.

Seit dem Jahr 2011 wird die jährliche Pflichtfortbildung als Blockunterricht gemeinsam mit den anderen Leistungserbringern im Landkreis Fulda durchgeführt. Es stehen aber auch externe Veranstaltungen (Krankenhaus Hünfeld, Klinikum Fulda, sowie gemeinsame Termine mit DRK Fulda, MHD Fulda, Feuerwehr Fulda) zur Verfügung.

Gemeinsame Übungen von Rettungsdienst und Feuerwehr

Seit vielen Jahren übern unsere Mitarbeiter mit den Freiwilligen Feuerwehren aus unseren Kommunen. Hier stehen nicht nur alltägliche Einsatzszenarien auf dem Übungsplan, besonders auf selten einzusetzende Maßnahmen wird ein großes Augenmerk gelegt.

So z.B. mit der Feuerwehr Hünfeld, die einen „Notfalleinsatz“ im Rahmen einer laufenden Reanimation und Rettung aus dem Obergeschoss mittels Drehleiter unterstützte. Hier konnten die Rettungsdienstmitarbeiter gemeinsam mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hünfeld die notwendigen Schritte unter erschwerten Bedingungen trainieren und erfolgreich zum Abschluss bringen.