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Kooperation auf breitem Fundament - DRK-Kreisverband Hünfeld und Wigbertschule wollen Zusammenarbeit vertiefen

Einen Kooperationsvertrag haben der DRK-Kreisverband Hünfeld und die Hünfelder Wigbertschule abgeschlossen. Ziel ist es nach den Worten des DRK-Kreisverbands Präsidenten Dr. Eberhard Fennel, die bestehende Zusammenarbeit zu vertiefen und auszubauen.

 

Schulleiter Markus Bente und Dr. Fennel unterzeichneten die Vereinbarung gemeinsam mit Geschäftsführer Stefan Bott, dem Leiter des Rettungsdienstes, Steffen Diegmüller, und dem verantwortlichen Lehrer und Erste-Hilfe-Ausbilder Ralf Urspruch. Schon bislang wurden der Schulsanitätsdienst und die Erste-Hilfe-Kurse in Zusammenarbeit mit dem DRK an der Schule organisiert. Die Vereinbarung sieht nun vor, dass der Kreisverband die Schule auch bei der Beschaffung von Materialien unterstützt und den Schülern Einblicke in die vielfältigen Angebote der sozialen Arbeit des DRK bietet. Dr. Fennel verband dies mit der Hoffnung, dass im Rahmen der Kooperation auch Schüler für die Mitarbeit im DRK ehrenamtlich oder im Rahmen vom Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) gewonnen werden können.

 

Im Rahmen ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages ist es aus Sicht von Bente wichtig, Schüler auch an Ehrenamt und soziales Engagement heranzuführen. Was das DRK in Hünfeld leiste, sei in vielen Bereichen vorbildlich für die Gesellschaft. Gerade die gegenwärtige Situation der Corona-Pandemie führe dies deutlich vor Augen.

 

Dass diese Krise bislang vergleichsweise gut bewältigt werden konnte, dazu trage ganz erheblich auch die Ehrenamtskultur in Deutschland bei, betonte Dr. Fennel. Er machte dies an den Beispielfeldern Tafel und Kleiderladen deutlich, die beide von insgesamt 100 ausschließlich Ehrenamtlichen betrieben werden. Darüber hinaus wolle der DRK-Kreisverband den Schülern Einblicke in die Arbeit mit Flüchtlingen, im Katastrophenschutz, in der Seniorenarbeit und vielen anderen Bereichen bieten. Weiterhin sei es möglich, auch Schulpraktika beim DRK zu absolvieren. Vielleicht könnten im Rahmen der Kooperation auch Schüler für die Mitarbeit im Jugendrotkreuz begeistert werden, hofft Dr. Fennel. Wichtig sei, gerade jungen Menschen zu zeigen, dass Ehrenamt nicht nur eine Aufgabe ist, sondern auch Spaß bereiten kann. Wer etwas für andere tue, tue auch immer etwas für sich selbst. 

Verabschiedung von Präsidiumsmitgliedern

Jahrelanger Einsatz im Ehrenamt

Stefan Krieger, Elisabeth Wink und Dieter Vogt aus DRK-Präsidium verabschiedet

 Hünfeld. Der DRK-Kreisverband hat einen neuen Vorstand gewählt. Nun wurden in einer Feierstunde in der Stadthalle Kolpinghaus drei langjährige Präsidiumsmitglieder verabschiedet: Stefan Krieger, Elisabeth Wink und Dieter Vogt.

 DRK-Präsident Dr. Eberhard Fennel und DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Bott dankten den drei Mitgliedern für ihren jahrelangen Einsatz im Präsidium des DRK-Kreisverbandes Hünfeld.

 Stefan Krieger trat 1973 als aktives Mitglied in die Ortsvereinigung Hünfeld ein und ist Träger der Verdienstmedaille des DRK. Seit 2011 war er Präsidiumsmitglied. In den vergangenen Jahren hat er zudem als IT-Beauftragter des Präsidiums wesentlich zur Modernisierung der Homepage und bei der Umsetzung des neuen Kundenmanagement-Systems gewirkt.

 Elisabeth Wink trat 1973 in die Ortsvereinigung Burghaun ein. 1975 bis 2016 war sie Vorsitzende der Ortsvereinigung Burghaun und wurde mit der Verdienstmedaille des DRK ausgezeichnet. Seit 2005 war sie Präsidiumsmitglied und hat in all den Jahren ihre umfangreiche Erfahrung in der Rotkreuzarbeit konstruktiv in dieses Gremium eingebracht.

 Dieter Vogt war seit 2014 Schatzmeister im DRK-Kreisverband. „Diese Aufgabe hat er mit großem Engagement wahrgenommen - verbunden mit ausgezeichnetem Sachverstand in finanziellen, betriebswirtschaftlichen aber auch personellen Angelegenheiten“, sagte Fennel. In all den Jahren habe er den Kreisgeschäftsführer und den Präsidenten eng begleitet, beraten und unterstützt.

 Als neuer Schatzmeister wurde Markus Weller bei der Jahreshauptversammlung gewählt. Neu im Präsidium sind zudem als Vizepräsidenten Ines Altmüller und Frank Gräber.

 

DRK Kreisversammlung: Präsident Dr. Fennel für weitere 3 Jahre bestätigt. Neues Präsidium gewählt und Verleihung der DRK-Verdienstmedaille

Bei der DRK-Kreisversammlung am 17.08.2020 blickten die Delegierten auf das vergangene Jahr zurück.

Einen Rückblick auf das Jahr 2019 gab es bei der Kreisversammlung des DRK-Kreisverbandes Hünfeld, die coronabedingt zum ersten Mal in der Stadthalle Kolpinghaus stattfand. Das Jahr 2019 bezeichnete Präsident Dr. Eberhard Fennel als Jahr des Wandels. Neuwahlen standen auf der Tagesordnung, der neue Anbau an die Rettungswache wurde erläutert und auch die Zeit der Pandemie war eines der zentralen Themen des Abends.

Im Februar 2020 ist der langjährige Kreisgeschäftsführer Hans-Herbert Knittel in die Rente ausgeschieden. Mit Stefan Bott sei ein geeigneter Nachfolger gefunden worden, betonte Fennel. „Es galt, auch eine Persönlichkeit zu gewinnen, die dem Ehrenamt genügend Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegenbringt“, sagte der Präsident. Bott habe seine Wurzeln in der Rhön, ist mit der Mentalität der Menschen hier vertraut und wohne ganz in der Nähe der Geschäftsstelle, was für seine Arbeit hilfreich sei.

Als erfreulich bezeichnete Fennel das gute und konstruktive Management sowie die Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie: „Danke sagen möchte ich all jenen, die sich ehrenamtlich in verschiedensten Aktivitäten eingebracht haben.“

Unter Beachtung der notwendigen Hygieneschutzmaßnahmen habe in den überwiegenden Bereichen des DRK die Arbeit fortgesetzt werden können – wenn auch mit anderen Arbeitsinhalten. Beispielsweise gehöre die Hünfelder Tafel zu den wenigen Tafeln in Hessen, die voll durchgearbeitet hätten.

Über seinen Start in turbulenten Zeiten berichtete der neue Kreisgeschäftsführer Stefan Bott. „Die Corona-Pandemie ist eine Ausnahmesituation, die uns allen viel abverlangt“, sagte Bott. Er gab mit dem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019 einen Überblick über die Vielzahl der Aktivitäten im Kreisverband.

Insgesamt sind 80 hauptamtliche Mitarbeiter beim DRK-Kreisverband tätig, zudem werden die Aufgaben von Helfern in 11 Ortsvereinen, den Gemeinschaften und den Jugendrotkreuzgruppen umgesetzt. 2019 waren 2087 Bürger Mitglieder des Vereins, über die Jahre sei ein Rückgang zu verzeichnen. „Künftig gilt es, neue Wege zu finden, um Menschen für uns zu gewinnen“, hob Bott hervor. Alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter seien erste Marken- bzw. Unternehmensbotschafter des DRK-Kreisverbandes Hünfeld. „Wir sind es, die durch unsere Arbeit, unser Tun, durch unsere Berichte andere motivieren und begeistern können.“

Die wirtschaftliche Entwicklung des Rettungsdienstes bezeichnete Bott als weiterhin positiv. „Wir sind mit den Abläufen in den Wachen zufrieden und erhalten vom Rettungsdienstträger, dem Landkreis Fulda, sehr positive Rückmeldungen.“ Die Einsatzzahlen seien mit 4814 Einsätzen in 2019 auf einem konstant hohen Niveau.

Bott sprach auch über erste Planungen zur Erweiterung der Rettungswache Hünfeld. Unter anderem soll es zwei zusätzliche Ruheräume geben, einen weiteren Büroraum und eine größere Damenumkleide mit zusätzlichem WC und Dusche. Grund sind 21 Prozent mehr Personalbedarf durch die Erhöhung der rettungsdienstlichen Vorhaltezeiten. Noch in diesem Jahr soll mit dem Anbau begonnen werden.

In den Gemeinschaftsunterkünften des DRK-Kreisverbandes wurden 2019 155 Flüchtlinge betreut. Bei der Breitenausbildung in der Ersten Hilfe konnte 2019 ein gutes Ergebnis erzielt werden: 2035 Teilnehmer waren in den Kursen. Auch in der Sozialarbeit sei eine gute Entwicklung festzustellen. Im vergangenen Jahr wurden zudem mehr Blutspendetermine im Altkreis angeboten: Es wurden 41 Termine in den Ortsvereinen mit 3364 Blutspenden veranstaltet.

Über die Sozialarbeit berichtete Leiterin Ute Janzen. 74 Helfer gebe es bei der Hünfelder Tafel, 37 Mitarbeiter im Kleiderladen, der sehr gut angenommen werde. Verschiedenste Angebote gebe es im Generationentreff – vom Seniorentreff bis zu Leihgroßeltern. Janzen sprach die Ausflugsfahrten für Senioren an, genauso wie den Flüchtlingsbereich, das Jugend- und Familienzentrum und die Bürgerbusse. Das Angebot „Essen auf Rädern“ werde von 30 Personen genutzt, der Hausnotruf von 293 Bürgern. Auch die Tagespflege als teilstationäre Einrichtung weise eine gute Belegung auf.

Den Bericht zur Aktiven Arbeit gab es von Kreisbereitschaftsleiterin Natascha Jansky. 2019 sei ein erfolgreiches Jahr gewesen. Sie dankte allen Helfern und auch den anderen Hilfsorganisationen wie der Feuerwehr für die Zusammenarbeit. Niklas Quillmann, Leiter des Jugendrotkreuzes, berichtete von 5 Ortsverbänden, in denen 45 Kinder und Jugendliche aktiv sind.

Den Haushaltsabschluss 2019 und den Wirtschaftsplan 2020 legte Schatzmeister Dieter Vogt vor. Trotz der Pandemie gebe es keine Liquiditätsprobleme, doch er betonte:  Die wirtschaftlichen Folgen von Corona seien noch nicht absehbar. Seit Juli laufe es wieder weitaus besser. Bei dem Prüfbericht für 2019 habe es keine Einwände gegeben.

Fennel verabschiedete drei Präsidiumsmitglieder und sagte ihnen ein herzliches Dankeschön: Aus dem Präsidium scheiden seine Stellvertreter Elisabeth Wink und Stefan Krieger sowie Schatzmeister Dieter Vogt. „Ihnen gehört unser Dank und unsere Anerkennung“, sagte Fennel.

Mit Ines Altmüller und Frank Gräber wurden zwei erfahrene Rotkreuzler als neue Vizepräsidenten gewählt. Neu beim DRK ist Markus Weller aus Rasdorf, der das Amt des Schatzmeisters übernimmt. Unter Wahlleiter Bürgermeister Benjamin Tschesnok wurde das neue Präsidium einstimmig gewählt.

Tschesnok betonte, dass der DRK-Kreisverband breit aufgestellt sei: „Die einzelnen Bereiche befruchten und beflügeln sich wechselseitig.“ Für die Stadt Hünfeld sei das Deutsche Rote Kreuz ein unverzichtbarer Partner. Weitere Grußworte sprachen Stadtbrandinspektor Thorsten Rübsam und Karin Janßen, Leiterin der Polizeistation Hünfeld.

 Verdienstmedaille des DRK-Kreisverbandes Hünfeld

 -      Anita Kress, Schatzmeisterin
      des Ortsvereins Hünfeld, seit 2004 im DRK
-       Kathrin Heß, Vorsitzende
      des Ortsvereins Burghaun, seit 1987 aktives Mitglied
-       Klaus Hanika, Schatzmeister
      des Ortsvereins Burghaun, seit 1981 aktives Mitglied
-       Franz-Josef Kohlmann, Koordinator „Bürgerbus Buchfinkenland“
      des Ortsvereins Buchfinkenland, seit 1969 im DRK

 Der neue Vorstand

Präsident: Dr. Eberhard Fennel
- Vizepräsidenten: Ines Altmüller und Frank Gräber
- Schatzmeister: Markus Weller
- Justiziar: Martin Abel 
Kreisverbandsärztin: Dr. Sonja Raschka

Bildquelle: www.osthessen-news.de