Übergabe von zwei neuen Einsatzfahrzeugen für den Rettungsdienst

Der Rettungsdienst des DRK Kreisverband Hünfeld stellt einen neuen Rettungswagen (RTW) sowie ein neues Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) als Ersatzbeschaffung in Dienst. Es handelt sich dabei um den Austausch bisher im Einsatz befindlicher Einsatzfahrzeuge.
Der RTW ist ein Mercedes Benz Sprinter 316 CDI mit Automatikgetriebe und 160 PS der Aufbau des Koffers sowie dessen Ausbau wurde durch die Fa. System Strobel (Aalen) durchgeführt.
Neben der Innen- und Außenbeleuchtung mittels LED-Technik stehen die neuesten Funk- und Navigationsmöglichkeiten zur Verfügung. Für die Patientenversorgung wurde das Platzangebot im Patientenraum verbessert.
Die Kosten des Rettungswagens für das Fahrgestell, den Aufbau des Patientenraumes sowie die fahrzeugspezifische Technik belaufen sich auf rund 117.000 Euro.
Zur Erhöhung der Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter aber auch zu deren Erleichterung wurde am Heck des RTW eine hydraulische Hebeeinrichtung zum Einladen von sitzenden Patienten angebracht.
Weiterhin wurden Anpassungen zu Bedienung der Steuereinrichtung für Licht und Heizung im Patientenraum durchgeführt, wodurch nun auch während der Fahrt vom Betreuersitz alle Einstellungen vorgenommen werden können.
Das Vorgängerfahrzeug des neuen RTW leistete in den vergangenen 6 Jahren seit in Dienststellung eine Gesamtlaufleistung von rund 203.000 km und wird künftig noch als Reserve-RTW zur Verfügung stehen.

Ebenfalls durch die Fa. System Strobel wurde das NEF auf Basis eines Mercedes Benz Vito 119 CDI mit Allradantrieb, Automatikgetriebe und einer Leistung von 190 PS ausgebaut.
Es ist die dritte Generation eines Vito im Rettungsdienst Hünfeld, bei der man das bewährte Konzept zur Entnahme des Einsatzmaterials über die Heckklappe fortsetzt. Über die seitliche Schiebetür gelangt man zu einem dritten Sitz, der für die Mitfahrt von auszubildenden Notärzten und Notfallsanitätern zur Verfügung steht. In diesem Bereich stehen weitere Schrankfächer sowie ein Kühl- und Wärmefach für Infusionen und Medikamente zur Verfügung. Die Gesamtausgaben für das neue NEF belaufen sich auf ca. 72.000 Euro.
Das bisherige Fahrzeug hat in den vergangenen 5 Jahren bei rund 163.000 km Fahrleistung ca. 5.200 Einsätze absolviert und steht weiterhin als Reservefahrzeug zur Verfügung.
Bei beiden Fahrzeugen wurde ein großes Augenmerk auf die Sicherheit für die eingesetzten Rettungsdienstmitarbeiter gelegt. Dies zeigt sich zum einen bei der Fahrzeug Beklebung mit reflektierender und tagesleuchtender Folie um besonders im Straßenverkehr von anderen Verkehrsteilnehmer besser wahrgenommen zu werden und zum anderen über zusätzliche gelbe Warneinrichtungen am Heck sowie der Umfeld Beleuchtung in alle Fahrzeugrichtungen mittels LED-Strahler für eine verbesserte Absicherung von Einsatzstellen.
An der Konzeptionierung der beiden Fahrzeuge wurden u.a. Mitarbeiter des Rettungsdienstes eingebunden. Martin Thiele als beauftragter Kfz-Wart betreut den Bereich Wartung und Instandhaltung aller Rettungsdienstfahrzeuge und war maßgeblich an der Planung für die beiden Ersatzbeschaffungen beteiligt.
Eine große Herausforderung ist das Meistern des schmalen Grades zwischen „Qualität so hoch wie nötig, die Kosten so günstig wie möglich“. Dies, so ist sich Kreisgeschäftsführer Hans-Herbert Knittel sicher, konnte bei beiden Fahrzeugen umgesetzt werden.

Qualitätsmanagement im DRK Kreisverband Hünfeld – Neues Zertifikat

Qualität und Zielsetzungen waren bei der kürzlich durchgeführten Zertifizierung nur zwei von vielen Themen, die durch die DQS (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) im Kreisverband Hünfeld begutachtet wurden.
Seit dem Jahr 2002 stellt sich der Kreisverband freiwillig dieser Qualitätskontrolle unter dem Mantel der ISO 9001.
Die Umstellung der Norm zur neuen Version 9001:2015 machte es im Vorfeld notwendig umfangreiche Veränderungen und Anpassungen zu den dortigen Forderungen einzuführen. Steffen Diegmüller, der als Beauftragter für das Qualitätsmanagement zuständig ist, hat diese Umstellung maßgeblich gestaltet und umgesetzt.
Der neue Aufgabenbereich, die Gestellung des Notarztes, der seit April 2017 durch die DRK Notarzt- und Sozialdienst Hünfeld GmbH als Tochter des Kreisverbandes übernommen wurde, ist in den Zertifikatsumfang aufgenommen worden.
Der Geltungsbereich des drei Jahre gültigen Zertifikats umfasst nun die Sicherstellung von Rettungsdienst und qualifiziertem Krankentransport, die Sicherstellung des Notarztdienstes sowie die Breitenausbildung, in der u.a. Erste-Hilfe-Kurse durchgeführt werden.
In jährlichen Systembegutachtungen prüft die DQS die Einhaltung der Normkriterien, die nächste Zertifizierung steht im Jahr 2020 an.

Leistungserbringer für den Landkreis Fulda

Der Rettungsdienst des DRK Kreisverband Hünfeld e.V. versorgt den nördlichen Teil des Landkreises Fulda, sowie bei Bedarf angrenzende Teile in Nachbarkreisen, und betreibt zwei Rettungswachen sowie einen Notarztstandort. Mit 29 Mitarbeitern werden in der Wache Hünfeld 3 Rettungswagen (davon 1 RTW im 24 Stunden/7 Tage Betrieb), in Leibolz ein Rettungswagen (24 Stunden/7 Tage) und am Krankenhaus Hünfeld ein Notarzteinsatzfahrzeug (24 Stunden/7 Tage) besetzt. Auf einem Gebiet von rund 350 km² (ca. ¼ des Landkreises Fulda) werden etwa 30.000 Einwohner versorgt und pro Jahr ca. 5000 Einsätze geleistet.

Fahrzeug und Ausrüstung