Seit Herbst 2014 wird die 3-jährige Ausbildung zum Notfallsanitäter angeboten.

Hierzu stehen jährlich zwei Ausbildungsplätze zur Verfügung.

 

Mit dem 01.01.2014 trat das neue Notfallsanitätergesetz in Kraft und löste damit das seit 1989 geltende Rettungsassistentengesetz, welches das Berufsbild für das Rettungsfachpersonal geregelt hat, ab und setzt damit neue Möglichkeiten für interessierte Bewerber, die den Beruf des Notfallsanitäters als höchste nicht-ärztliche Tätigkeit im Rettungsdienst ausüben wollen.

So wird es künftig eine dreijährige Ausbildungszeit (beim Rettungsassistenten betrug diese 2 Jahre) sowie eine Ausbildungsvergütung, angepasst an andere examinierte Gesundheitsfachberufe, geben. Die umfangreichere Ausbildung sowohl in der Berufsfachschule, im Klinikpraktikum sowie in einer Lehrrettungswache wurde nötig, um den Anforderungen des heutigen Rettungsdienstesgerecht zu werden. Der Notfallsanitäter kann nun umfangreichere therapeutische Maßnahmen auch vor Eintreffen eines Notarztes bei Patienten durchführen und somit frühzeitig akute Gefahren oder weiteren drohenden gesundheitlichen Schaden abwenden. Ebenfalls soll die Ausbildung auf die Veränderungen in der Gesellschaft, vor allem durch den demographischen Wandel, und die damit verbundenen Herausforderungen für den Rettungsdienst reagieren.

Der DRK Kreisverband Hünfeld hat nun die Weichen gestellt zur Umsetzung des neuen Gesetzes. So wurde kürzlich Steffen Diegmüller als erster Rettungsassistent des Kreisverbandes auf die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter vorbereitet und hat diese auch erfolgreich bestanden. Somit ist er hessen- und auch deutschlandweit einer der ersten Rettungsdienstmitarbeiter, die nun für die Weiterbildung der Rettungsassistenten, vor allem aber auch für die neuen Auszubildenden eine wichtige Rolle spielen. Besonders freut es den Kreisgeschäftsführer Hans-Herbert Knittel, dass schon Anfang des Jahres mehrere Initiativbewerbungen von Interessierten für diesen neuen Beruf vorlagen. Aus ihnen habe man nach einem aufwendigen Auswahlverfahren, unter anderem durch einen umfangreichen Eignungstest, zwei jungen Männern die Möglichkeit geben können, ab dem 01. Oktober 2014 die Ausbildung zum Notfallsanitäter zu beginnen. Maximilian Höllig (Hünfeld) und Sebastian Obermann (Hilders) freuen sich sehr auf die anstehende Herausforderung und auch Steffen Diegmüller ist bereit für diese Aufgabe: „Es wird eine anstrengende Zeit für die Auszubildenden, gerade das medizinische Hintergrundwissen aber auch die abwechslungsreichen Tätigkeiten und Ansprüche im Einsatz müssen erlernt werden. Durch die nötige Selbstdisziplin und ständiges Lernen ist ein erfolgreicher Abschluss aber auch gut zu schaffen. Ich hoffe nun, das auch alle bisherigen Rettungsassistenten die Herausforderung der Ergänzungsprüfung erfolgreich bestehen.“

 

Weitere Informationen finden Sie hier:  www.drkausbildungsverbund.de

 

Im Rahmen der Ausbildung zum Notfallsanitäter werden nicht nur medizinisch-fachliche Inhalte vermittelt – auch gemeinsame Freizeitaktivitäten zur Teamförderung stehen auf dem Ausbildungsplan. So wurde z.B. der Kletterwald auf der Wasserkuppe besucht oder eine Kanutour auf der Fulda von den Azubi mit den Praxisanleitern unternommen.

     

 

 

 

 

Jährliche Pflichtfortbildung „Erweiterte Versorgungsmaßnahmen“

 

Die Zusatzausbildung „erweiterteVersorgungsmaßnahmen“ wird vom Rettungsdienstträger, dem Landkreis Fulda, auf Grund eines Erlasses des Hessischen Sozialministeriums aus dem Jahr 2007 verlangt und beinhaltet ärztliche Maßnahmen, die der Rettungsassistent bzw. Notfallsanitäter bei Notfalleinsätzen am Patienten anwenden darf, wenn kein Arzt zur Verfügung steht. Zu diesen Maßnahmen gehören im Landkreis Fulda u.a. die halbautomatische Defibrillation, Intubation ohne Muskelrelaxanzien, das Legen eines peripher-venösen Zugangs und die Gabe von bestimmten Medikamenten. Ziel ist es, den Patienten so schnell wie möglich zu versorgen und weitere gesundheitliche Schäden abzuwenden.

Die Zulassung „erweiterte Versorgungsmaßnahmen“  erfolgt nach einer Prüfung (schriftlich, mündlich, praktisch) durch den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, welche jedes Jahr wiederholt wird. Dadurch kann in Verbindung mit einer jährlichen Pflichtfortbildung von mind. 38 Unterrichtsstunden der hohe Ausbildungsstand des Rettungsdienstpersonals gewährleistet werden.

Seit dem Jahr 2011 wird die jährliche Pflichtfortbildung als Blockunterricht gemeinsam mit den anderen Leistungserbringern im Landkreis Fulda durchgeführt. Es stehen aber auch externe Veranstaltungen (Krankenhaus Hünfeld, Klinikum Fulda, sowie gemeinsame Termine mit DRK Fulda, MHD Fulda, Feuerwehr Fulda) zur Verfügung.

PHTLS-Kurse in Hünfeld

 

Im April 2016 fand der erste PHTLS-Inhousekurs in Hünfeld statt. Gemeinsam mit den anderen im Landkreis Fulda tätigen Leistungserbringer im Rettungsdienst (DRK Fulda, Malteser Fulda, Feuerwehr Fulda und Notärzte) wurde an zwei Tagen das internationale System der Traumaversorgung geschult und zertifiziert. Im Herbst 2016 und 2017 fanden zwei weitere Kurse in den für diesen Zweck optimalen Schulungsräumen des DRK Generationentreffs statt.