Standort

kv-2016-1

Ansprechpartner:

– Bereitschaftsleiter –
Mario Kuhnert
ov-buchfinkenland
@drk-huenfeld.de

– stellv. Bereitschaftsleiter –
Michael Körbel
ov-buchfinkenland@drk-huenfeld.de

Übungsabende & Zusammenkünfte

jeden  im Monat

 

mustermann

 

 

Karsten Fey

und

Wigbert Kircher

Schatzmeisterin

Cerstin Höfer

 

stv. Schatzmeisterin

Stefanie Beutel

Schriftführerin

Sarah Pahr

 

stv. Schriftführer

Franz-Josef Kohlmann

 

 

 

Mario Kuhnert

mustermann

 

 

 

 

Wigbert Kircher

 

Rekordergebnis für Blutspende in Michelsrombach

Michelsrombach:

Die Bilanz der jüngsten Blutspendeaktion in Michelsrombach kann sich sehen lassen: Trotz der sommerlichen Temperaturen kamen 71 Blutspender ins Vereinsheim nach Michelsrombach. Die erwartete Zahl von 51 Spendern wurde deutlich übertroffen. Besonders erfreulich ist aus Sicht von Mario Kuhnert, Bereitschaftsleiter der DRK Ortsvereinigung Buchfinkenland, das sich auch 7 Erstspender dazu bereit erklärt haben, ihr Blut zur Verfügung zu stellen. Als Dankeschön für die 25. Spende konnte Frau Ilona Friedel mit einem kleinen Präsent geehrt werden.

Auf Grund der sommerlichen Temperaturen schmelzen die Blutvorräte. Viele Therapien und Operationen sind jedoch nur möglich wenn ausreichend Spenderblut zur Verfügung steht – und dies auch wenn es heiß ist. Jede Spende zählt. Blut spenden kann Jeder von 18 bis zur Vollendung des 73. Lebensjahres, Erstspender dürfen jedoch nicht älter als 64 Jahre sein.

Neben einer kleinen Stärkung konnten alle Spender in Michelsrombach im Anschluss an die Blutspende ein Dankeschön in Form einer Powerbank entgegen nehmen. Mario Kuhnert dankte allen Blutspendern für ihre Unterstützung sowie dem Team vom DRK Blutspendedienst und den Kameradinnen und Kameraden der Ortsvereinigung Buchfinkenland für den reibungslosen Ablauf des Termins.

DRK Bürgerbus im Buchfinkenland

Seniorinnen, die mit dem DRK – Bürgerbus zum Seniorennachmittag der Stadt Hünfeld gefahren wurden

Am diesjährigen Seniorennachmittag der Stadt Hünfeld in der Stadthalle Kolpinghaus konnten auch einige Seniorinnen und Senioren aus dem Buchfinkenland teilnehmen. Dank des DRK – Bürgerbusses Buchfinkenland kein Problem.
Nach dem Motto „Aus Liebe zum Menschen“ betreibt die DRK – Ortsvereinigung Buchfinkenland einen Bürgerbus. Regelfahrten werden regelmäßig dienstags und freitags in die Kernstadt Hünfeld angeboten. Durch diese wird Menschen mit eingeschränkter Mobilität ermöglicht, nicht nur eigenständig wieder Einkäufe und sonstige Erledigungen vornehmen zu können. Zugleich dienen diese Fahrten der Kontaktpflege der Fahrteilnehmer untereinander. Derartige Hilfen anzunehmen, fällt älteren Menschen nicht immer leicht, wie die Erfahrungen auch bei Bürgerbussen in anderen Kommunen zeigen. Häufig melden sich die hilfebedürftigen Menschen nicht von sich aus, müssen angesprochen und zur Annahme der Angebote motiviert werden. Sie müssen sozusagen in doppelter Hinsicht „abgeholt werden“. Umso größer ist dann allerdings die Begeisterung und das Dankeschön nach der ersten Mitfahrt, so berichten die ehrenamtlichen Fahrer und Fahrerinnen. Dies teilte Karsten Fey, Teamleiter der Ortsvereinigung Buchfinkenland mit. Zu seinem engeren Team gehört neben Franz-Josef Kohlmann auch Ulrich Strobl, der insbesondere den Fahrereinsatz koordiniert. Erfreulich sei, dass die Zahl der Fahrgäste im 1. Quartal 2018 und damit die Annahme dieses besonderen Angebotes ständig zunehme und im Rahmen der Regelfahrten bei 21 Einsatztagen 61 zufriedene Fahrgäste nach Hünfeld und nach Hause gebracht werden konnten. Die Sonderfahrten, zu denen auch der Bring- und Holdienst vom Seniorennachmittag der Stadt Hünfeld gehört, sollen, so Karsten Fey, in diesem Jahr Schritt für Schritt ausgeweitet werden.

Durch sie wird den Senioren die Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen ermöglicht, oder es werden kleine Ausflugsfahrten in die Region organisiert. Durch den Bürgerbus bieten sich für Vereine und Kirchengemeinden zudem sehr attraktive Möglichkeiten, ihren Senioren Abwechslung vom Alltag zu bieten. Hierdurch kann auch diesen Menschen, die sich oft jahrzehntelang für andere in der Gemeinschaft eingesetzt haben, etwas zurückgegeben werden. Abschließend dankte Karsten Fey der Gruppe den ehrenamtlichen Frauen und Männern die Fahrdienste leisten. Mit ihnen wird man sich in Kürze zu einem erneuten Erfahrungsaustausch treffen. Eine zuletzt erfolgte Zusammenkunft mit den Mitgliedern des Lenkungskreises hat bereits wertvolle Hinweise für eine Weiterentwicklung des Pilotprojektes gegeben.

Berthold Quell, DRK Geschäftsführer Hans-Herbert Knittel, Dr. Eberhard Fennel,  Franz-Josef Kohlmann, Karsten Fey, Angelika Boese und Markus Seibel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Bus von Bürgern für Bürger

Eine Bushaltestelle direkt vor der Tür oder in wenigen Minuten zu erreichen: Viele ältere Menschen im Landkreis Fulda können davon nur träumen. Für mehr Mobilität auch abseits der offiziellen Buslinien des öffentlichen Nahverkehrs wird nun ein neues Angebot des DRK-Kreisverbandes Hünfeld sorgen: ein Bürgerbus. Der soll im ländlichen Raum zum Einsatz kommen und gerade Senioren bei ihren Arzt- und Behördenbesuchen sowie wöchentlichen Einkaufsfahrten helfen. Zuschüsse des Landkreises Fulda, der Stadt Hünfeld und von LOTTO Hessen machten die dringend benötigte Neuanschaffung möglich. Am Steuer werden ehrenamtliche Helfer aus der Region sitzen.

Mobile Fahrt für Seniorinnen und Senioren in und um Hünfeld. Zu verdanken ist das einem neuen Bürgerbus, den der DRK-Kreisverband jetzt anschaffen konnte – mit der gebündelten finanziellen Unterstützung des Landkreises, der Stadt Hünfeld und aus der Lotterie GlücksSpirale von LOTTO Hessen. Insgesamt 31.500 Euro sind so zusammengekommen, die restlichen Mittel für den Kauf des Kleinbusses im Wert von rund 39.500 Euro hat das DRK selbst getragen. Von dem neuen Angebot sollen nun vor allem alleinstehende ältere Menschen oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen profitieren. „Gerade sie brauchen gute Busverbindungen und Haltestellen in Laufnähe, doch die sind im ländlichen Raum häufig Fehlanzeige. Ein Taxi können sich nur die wenigsten leisten. Genau hier wird in Zukunft unser neuer Kleinbus helfen“, freut sich der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, Hans-Herbert Knittel.

Ob bei täglichen Einkäufen, bei Arzt- und Behördengängen oder Ausflügen in die Region – der neue Bürgerbus soll Lücken im öffentlichen Nahverkehr beseitigen und damit auch Barrieren zur gesellschaftlichen Teilhabe. „Wenn Seniorinnen und Senioren nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen können, weil die verkehrstechnische Infrastruktur das verhindert, dann ist das sehr traurig. Sie auch aus ihrer Zurückgezogenheit zu holen und mit anderen Menschen zusammenzubringen, das ist das Anliegen des neuen Busses“, sagt Knittel und meint damit auch die künftigen Busfahrer. Denn hinter dem Steuer werden Bürger und Bürgerinnen sitzen, die künftig den ehrenamtlichen Fahrdienst stemmen werden – gemeinsam mit den Helfern der DRK-Ortsvereinigung Buchfinkenland.

Bei der Projektvorstellung am 11. August im Hünfelder DRK-Generationentreff Hessisches Kegelspiel weihten der Präsident des DRK-Kreisverbandes Hünfeld, Dr. Eberhard Fennel, DRK-Geschäftsführer Knittel, der Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Hünfeld, Berthold Quell, Angelika Böse vom Fachdienst Regionalentwicklung des Landkreises Fulda sowie Holger Petri von LOTTO Hessen das neue Fahrzeug ein. „Soziale Teilhabe und individuelle Selbstbestimmung auch im Alter so gut wie möglich zu erhalten, dazu leistet der neue Bürgerbus im Landkreis Fulda einen wertvollen Beitrag. Deshalb unterstützen wir dieses sinnvolle Angebot des DRK Hünfeld gerne“, betonte Petri.

 

Ein Los der GlücksSpirale bringt viel Gutes. Zum einen die Chance, es sich mit 7.500 Euro monatlicher GlücksRente gut gehen zu lassen. Zum anderen die Unterstützung gemeinnütziger Zwecke. Die Mittel der GlücksSpirale unterstützen soziale Einrichtungen und Projekte der Freien Wohlfahrtspflege, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Sports. Geteiltes Glück ist eben doppeltes Glück.

www.bagfw.de/gluecksspirale

Ansprache von Präsidenten Dr. Eberhard Fennel

 

 

Die kirchliche Weihe
von links: Stefanie Beutel, Michael Körbel,  Pfarrer Herbert Schrimpf,
Ulrich Strobl, Karsten Fey, Franz-Josef Kohlmann
sowie Messdiener von Michelsrombach

Umsetzung des Projektes "DRK Bürgerbus Buchfinkenland"

Durch den Vorstand des DRK-Ortsvereines Buchfinkenland erfolgte nunmehr die Bildung der Steuerungsgruppe mit der Ortsvorsteherin von Sargenzell und den Ortsvorstehern von Michelsrombach, Oberrombach, Oberfeld, Rudolphshan und Rückers. Neben den Koordinatoren des Projektes Karsten Fey, Ulrich Strobl und Franz-Josef Kohlmann haben sich für diese Aufgabe die Ortsvorsteher von Michelsrombach Stefan Eckart, Rudolphshan Hermann Weber, Oberrombach Reiner Wenzel und Oberfeld  Reinhold Jordan, sowie für Rückers der Stadtälteste Hubert Ebert und für Sargenzell die stellv. Schriftführerin des Ortsbeirates Jutta Michel-Neu, zur Verfügung gestellt. Der Präsident des DRK-Kreisverbandes Hünfeld e. V., Herr Dr. Eberhard Fennel, konnte berichten, dass die Eigentümer der Shell-Tankstelle in Oberrombach, die Zusage gegeben haben, dort eine Stationierung des Fahrzeuges zu ermöglichen. Hier erhält die Fahrerin bzw. der Fahrer die Fahrzeugpapiere, den Fahrzeugschlüssel und den Fahrauftrag für den jeweiligen Einsatztag. Tanken und kleinere Reparaturen können dort unmittelbar am Standort erfolgen.
Die nächste große Aufgabe besteht in der Gewinnung einer ausreichenden Zahl von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern, in der Regel übernehmen dies zumindest an den Wochentagen rüstige Seniorinnen und Senioren. Im Idealfall sollen sich mindestens 20 Personen aus den Stadtteilen finden, wobei dann die Belastung für dem einzelnen bei nur rund fünf Einsätzen pro Jahr liegen würde. Hinzu kommen die Sonderfahrten, die nach besonderer Absprache vor Ort, die eventuell von zusätzlichen Fahrerinnen und Fahrern sowie Begleitpersonen organisiert werden. Gemeinsam bittet die Steuerungsgruppe um Unterstützung des Projektes mit der Bereitschaft als Fahrerin und Fahrer mitzuwirken, wie es bereits tausende Menschen in unserem Land bei solchen Angeboten tun. Wer hierzu grundsätzlich bereit ist, wird zu einem Informationsabend eingeladen. Interessenten werden gebeten, sich möglichst zeitnah bei der DRK-Kreisgeschäftsstelle Hünfeld, Frau Verena Petter, Email: v.petter@drk-huenfeld.de, Tel. 06652-9670-13 oder bei den Mitgliedern der Steuerungsgruppe zu melden. Zwischenzeitlich waren die Projektkoordinatoren bereits unterwegs und haben sich sehr intensiv mit einer behindertengerechten Ausstattung des Fahrzeuges befasst, damit auch Rollstühle keine Probleme für eine Mitnahme darstellen. Vor einer Bestellung des Kleinbusses müssen noch die Fördervoraussetzungen durch Hessen Lotto, das sich an dem Vorhaben mit einem Investitionszuschuss beteiligen wird, abgewartet werden. Sobald das Fahrzeug dann geliefert wurde und der behindertengerechte Umbau umgesetzt ist, erfolgt eine Einweisung der Fahrerinnen und Fahrer, die sich für diese Aufgabe bereit erklärt haben. Voraussichtlich im Juni soll dann eine offizielle Übergabe des Fahrzeuges durch den DRK-Kreisverband an den DRK-Ortsverein Buchfinkenland erfolgen. In Michelsrombach ist dann noch eine kirchliche Segnung und Vorstellung des DRK-Bürgerbusses vorgesehen. Pfarrer Herbert Schrimpf hat bereits die grundsätzliche Unterstützung für dieses Projekt zugesagt und will auch in den kirchlichen Aushängekästen hierfür werben. Gesucht werden noch Personen, die Kontakt haben zu Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die sich oft schon zurückgezogen haben, um diese zu motivieren das DRK-Projekt „Aus Liebe zum Menschen“ anzunehmen, um wieder mehr Lebensqualität zu erhalten. Nach derzeitiger Planung soll der Bürgerbus an zwei Tagen pro Woche, voraussichtlich Dienstag und Freitag die Stadtteile entlang der Landesstraße zwischen Michelsrombach und Hünfeld anfahren, Fahrgäste aus den Ortschaften, soweit erforderlich, unmittelbar von der Wohnung abholen und zu den vorgesehenen Zielen in der Kernstadt und zurückzubringen. Genauso wichtig sind den Initiatoren des Projektes regelmäßig Sonderfahrten in kleinen Gruppen, z. B. zu besonderen Veranstaltungen wie Konzerte im Park, den Früchteteppich in Sargenzell oder als Besichtigungsfahrten bzw. kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung, um einer Vereinsamung der Menschen entgegenzuwirken. Dies ganz nach dem Motto des Montfortaner Paters Phil Bosmanns: „Man müsste dies …. Man müsste das ….. Tu selber was! Nicht so viel reden! Etwas tun!

ov-buchfinkenland-buergerbus

Franz Josef Kohlmann, Ulrich Strobel, Dr. Eberhard Fennel, Ute Janzen

Wie der Präsident des DRK-Kreisverbandes Hünfeld Dr. Eberhard Fennel im Rahmen der Präsidiumssitzung am 08.11.2016 mitteilen konnte, hat das Land Hessen nunmehr 15.534,00 € zur Mitfinanzierung des geplanten DRK-Bürgerbusses Buchfinkenland bewilligt. Die Mittel stehen entsprechend der Richtlinien des Landes Hessen der „Förderung der ländlichen Entwicklung“  zur Verfügung. Hierzu musste wie seitens des  Landkreises Fulda mitgeteilt worden war zunächst die Zustimmung des Magistrats Hünfeld eingeholt werden, da die Mittel aus dem entsprechenden Kommunalprogramm genommen werden. Das Präsidium stimmte nunmehr endgültig dem modifizierten Gesamtkonzept aus „ Liebe zum Menschen“ – DRK Bürgerbus – Buchfinkenland – zu.

Damit erklärt der Kreisverband seine Bereitschaft die Betriebsträgerschaft für ein entsprechendes Fahrzeug, einen behindertengerechten Kleinbus, zu übernehmen und entsprechend dem Vorschlag des Bürgermeisters  gegenüber dem Vorstandssprecher der OV Buchfinkenland Karsten Fey und dem Projektbeauftragten Ulrich Strobl  für dieses Pilotprojekt eine Sicherstellungsfinanzierung auf der Grundlage der Kooperationsvereinbarung mittels des  „Sozialbudgets DRK/Stadt Hünfeld vorzunehmen. Darüber hinaus beteiligt sich der OV Buchfinkenland an den jährlichen Unterhaltungs- und Betriebskosten für das Fahrzeug in den kommenden 12 Jahren mit jährlich 1.000,00 € aus einer Sonderrücklage und wird darüber hinaus Eigenmittel in Höhe von jährlich 500,00 € einbringen. Vor einer Bestellung des Fahrzeuges muss nun allerdings noch der Förderantrag an Lotto  Hessen, der erst im April 2017 gestellt werden kann, abgewartet werden. Insofern stehen weitere 5.000,00 € für die Investitionsfinanzierung aus Lottomitteln  in Aussicht. Wie die Leiterin der Sozialarbeit Frau Ute Janzen zu dem Projekt im Präsidium mitteilte, wird damit die im Rahmen des IKEK-Verfahrens erarbeitete Konzeption als Pilotprojekt durch den Ortsverein Buchfinkenland, einschließlich der eingebundenen Stadtteile Sargenzell und Rückers, umgesetzt. Wie sie hierzu betonte, gehe es bei diesem sozialen Projekt darum, der gerade in den kommenden Jahren zunehmenden Vereinsamung von älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen entgegen zu wirken und diesem Personenkreis wieder mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Aufgrund ihrer umfänglichen Erfahrung in der Seniorenarbeit der Stadt Hünfeld wisse sie darum, dass insofern seitens der Menschen, denen diese Hilfe zu Gute kommen soll,  in der Regel keine offensive Nachfrage erfolge. Vielmehr bedürfe es sogar in vielen Fällen einer gewissen Überzeugungsarbeit ältere und alleinstehende Menschen wieder aus ihren Wohnungen, in denen sie häufig zurückgezogen mit relativ wenig sozialen Kontakten lebten, „abzuholen“. Diese Aufgabe gelinge umso besser, je dichter das Netz der in der Seniorenarbeit tätigen Menschen vor Ort ausgebildet werden könne. Von daher sei es auch gut, dass der Ortsverein Buchfinkenland in das Konzept frühzeitig die Ortsvorsteher der beteiligten Stadtteile eingebunden habe und darüber hinaus eine Einbindung von Kirchengemeinden und weiteren in der Seniorenarbeit tätigen Personen und Organisationen erfolge. Als einen entscheidenden Punkt für den Erfolg dieses Projektes kennzeichnete sie auch die Berücksichtigung der Forderungen der Ortsvorsteher des Buchfinkenlandes dahingehend, für dieses soziale Angebot – „Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ – keine Offenlegung der finanziellen Verhältnisse durch den bedachten Personenkreis als Voraussetzung zu verlangen. Wie der Präsident des Kreisverbandes Dr. Eberhard Fennel hierzu ergänzte, könne man nicht zur Teilnahme an diesem Angebot motivieren, wenn man dann vorab einen Rentenbescheid oder eine Steuererklärung verlange. Dies sei auch in den verschiedenen Förderprogrammen der Länder und des Bundes Deutschland für derartige Projekte nicht vorgesehen. Insofern sei die Zusage der Ortsvorsteher, einen Missbrauch werde es nicht geben, sachgerecht und zielführend. Es sei vorgesehen, wie der Projektbeauftragte Herr Ulrich Strobl mitgeteilt habe, dass bereits noch im November eine weitere Zusammenkunft mit der Ortsvorsteherin von Sargenzell und den Ortsvorstehern der weiteren eingebunden Stadtteile erfolge, dies mit dem Ziel Einzelheiten zu klären und eine Steuerungsgruppe mit Vertretern aus allen beteiligten dörflichen Stadtteilen zu bilden. Start des Projektes könne dann im Frühsommer 2017 sein. Bis dahin hofft man genügend ehrenamtliche Fahrer und Fahrerinnen gefunden zu haben, die die in Betracht kommende Menschen ihren  Dörfern kennen und auf diese zu gehen um sie zur Teilhabe zu motivieren, vergleichbare Initiativen, die teilweise auch schon im kleineren Umfang durch Kirchengemeinden in Hünfeld stattgefunden haben, hätten gezeigt, so die Erfahrungsberichte, wie sehr sich die Lebensqualität und Lebensfreude derer die sich  „Abholen lassen “ hierdurch gesteigert werde. Dies sei auch der Grund dafür, so Präsident Dr. Eberhard Fennel abschließend, dass sich das Präsidium dazu entschlossen habe, für dieses Pilotprojekt entsprechend dem Slogan des Deutschen Roten Kreuzes, „Aus Liebe zum Menschen“ auch finanzielle Mittel bereit zu stellen, obwohl es ursprünglich im Rahmen des IKEK-Verfahrens als Start- und Leitprojekt durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen war. Es gehe nicht darum, aus welchem Topf die Finanzierung erfolge, letztlich geht es darum Menschen zu helfen und ihnen wieder mehr Lebensfreude zu vermitteln.

DRK-Ortsverein Buchfinkenland in Verbindung

mit dem DRK-Kreisverband Hünfeld e.V.

  • Erläuterung:
  1. Bestandssituation

Die Stadt Hünfeld gehört zu den ersten und wenigen Kommunen in Hessen, die sich bereits seit vielen Jahren der zunehmenden Mobilitätsproblematik insbesondere älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen annehmen. Hierzu wird in der Kernstadt ein Citybus durch die Stadtwerke Hünfeld betrieben und damit für die Nutzer, dank hoher jährlicher Subventionierungen durch die Stadtwerke Hünfeld GmbH, ein preisgünstiges ergänzendes Beförderungsangebot im Kernstadtbereich im 45 Min. Takt zur Verfügung gestellt. Eine Ausweitung dieses Angebotes, wie oft gewünscht, auf die dörflichen Stadtteile, scheitert sowohl an konzessionsrechtlichen Vorgaben, als auch ggf. an dabei entstehenden langen Umlaufzeiten, die ein solches Angebot nicht mehr attraktiv gestalten lassen.

 

Allerdings stellt der Citybus kein ausreichendes Angebot für stark mobilitätsein-geschränkte Menschen dar. Dies gilt insbesondere für gehbehinderte oder stark gehbeeinträchtigte Menschen, in der Regel im hohen Lebensalter, bei denen eine Abholung unmittelbar von der Wohnung, teilweise sogar aus der Wohnung und ein Hinbringen zu einem konkreten Ziel sowie ein zeitnaher Rücktransport erforderlich ist.

Um auch einem solchen Personenkreis zumindest im begrenzten Umfang den Besuch des wöchentlichen Wochenmarktes in der Kernstadt Hünfeld sowie die Teilhabe an dem zweimal wöchentlich stattfindenden nachmittäglichen DRK-Seniorentreff zu ermöglichen, wurde in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hünfeld und dem DRK-Kreisverband Hünfeld, der St.-Elisabeth-Stiftung und beim ersten Bus und mit dem Lions Club Hünfeld das Angebot eines „DRK-Senioren- und Sozialbusses“ geschaffen.

Soweit dieser nicht durch die regelmäßigen kleineren Spenden an den DRK-Kreisverband Hünfeld mitfinanziert werden kann, trägt die Stadt Hünfeld bzw. die St. Elisabeth Stiftung die verbleibenden Jahreskosten. Der Bus wird durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gefahren und durch den DRK-Kreisverband Hünfeld organisiert.

Ergänzend steht der „DRK-Senioren- und Sozialbus“ daneben als Zubringerbus bei besonderen Anlässen, z.B. Wohltätigkeitskonzert der Bundespolizei oder Seniorenfahrten der Stadt Hünfeld, zur Verfügung und kann darüber hinaus von Senioreneinrichtungen in der Stadt gegen Erstattung der Kosten bei besonderen Seniorenaktivitäten mit in Anspruch genommen werden.

Das Angebot des „DRK-Senioren- und Sozialbusses“ für allgemeine wiederkehrende Nutzungen (z. B. Wochenmarkt, DRK-Seniorentreff) wurde zur Vermeidung einer Konkurrenzsituation für die Hünfelder Taxiunternehmen nach sozialen Gesichtspunkten ausgebildet. Dies bedeutet, dass nur Personen mit einem geringen Einkommen, d.h. sofern ihr bereinigtes Einkommen nicht höher als 50 % über dem zurzeit gültigen Grundsicherungssatz liegt, nutzungsberechtigt sind. Zudem muss In jedem Fall eine überprüfte persönliche Mobilitätsbehinderung in einem Umfang vorliegen, durch die die Inanspruchnahme dieses Busses für die genannten Zwecke notwendig ist.

Durch diese strengen Vorgaben, die durch die Stadt Hünfeld im Einzelfall nach Antragstellung überprüft werden und nur bei deren Vorliegen Berechtigungsscheine ausgestellt werden, wurde in den zurückliegenden Jahren die Nachfrage bezogen auf dieses Angebot in Grenzen gehalten.

Bezogen auf den lebensnotwendigen Versorgungsbedarf – insbesondere mit Lebensmitteln – sind in den letzten Jahren zudem zahlreiche mobile Angebote entstanden, die neben den Einkaufshilfen durch Familienangehörige oder Bekannte die lebensnotwendige Bedarfsdeckung ermöglichen. Auch dies trägt, neben der Hürde zur Nutzung dieses Angebotes, bei dem die Einkommenssituation offengelegt werden muss, zu einer überschaubaren Nachfrage bei.

 

b) Förderprogramm Stadtumbau West (Hessen) und IKEK

 

Durch die beiden Förderprogramme Stadtumbau West – Stadtumbau Hessen – und das Nachfolge-Programm für die früheren Dorferneuerungsverfahren in Hessen, das sog. IKEK, wurde in besonderer Weise die zunehmende allgemeine große Problematik in Folge des demografischen Wandels und kaum noch bestehender Großfamilien vor Ort, auch in den ländlichen Bereichen aufgegriffen. Einer hieraus resultierenden zunehmend mangelhaften Teilhabe von mobilitätseingeschränkten Menschen, insbesondere Senioren, am allgemeinen gesellschaftlichen Leben in den Kommunen soll entgegengewirkt werden.

Um die hierfür geschaffenen fördertechnischen Möglichkeiten (IKEK) zu nutzen, hat die Stadt Hünfeld seinerzeit auf die bereits genehmigte Durchführung eines Dorferneuerungsverfahrens für Oberrombach verzichtet und sich stattdessen um die Aufnahme ins IKEK für alle dörflichen Stadtteile der Stadt Hünfeld bemüht. In dem folgenden IKEK-Prozess wurde dann durch die Arbeitsgruppe Mobilität eine in der Zukunft stärker werdende Bedarfslage für Mobilitätsangebote in dörflichen Stadteilen der Stadt Hünfeld in unterschiedlicher Intensität herausgearbeitet. Zudem wurden zur besseren Teilhabe der betroffenen Menschen am gesellschaftlichen Leben ganz konkrete Handlungsvorschläge entwickelt.

Durch das Land Hessen, vertreten durch die WI-BANK, wurden dann die entsprechenden Vorschläge akzeptiert und es wurde als sog. „Start- und Leitprojekt“ die Anschaffung von „Bürgerbussen“ für die dörflichen Hünfelder Stadtteile genehmigt, einschließlich der Bereitstellung erster Fördermittel hierfür.

Dies kann in der Form erfolgen, dass finanzielle Fördermittel in Höhe von ca. 65% (Finanzkraftabhängig) für die Anschaffung von sog. „Bürgerbussen“ durch die Stadt Hünfeld beantragt werden oder aber gleichartige örtliche Initiativen, z. B. von Vereinen, in Höhe von 50% unmittelbar vom Land bezuschusst werden.

Die entsprechende Beschlussfassung zu diesem IKEK-Projekt der Stadt Hünfeld erfolgte seinerzeit einstimmig in der Hünfelder Stadtverordnetenversammlung.

 

c) Vorgeschichte

 

Bereits im Jahr 2014 hatten die Ortsvorsteher von Oberrombach, Michelsrombach, Oberfeld und Rudolphshan einen Antrag an den Magistrat der Stadt Hünfeld gestellt, mit dem Ziel, für das Buchfinkenland einen solchen Bürgerbus zu erhalten und hierzu auch erste Konzeptideen vorgetragen. Seinerzeit gab es die ergänzende Überlegung dahin, zur Einbindung der örtlichen Vereine und Kirchengemeinden – dies auch um eine höhere ehrenamtliche Fahrerpräsenz zu erreichen – mit derartigen Bussen die Jugendarbeit von Kirchengemeinden und Vereinen mit fördern zu können.

Zwischenzeitlich wurden von der Stadt Hünfeld, die von der WI-BANK hierzu bewilligten Fördermittel, bei anderen Projekten verwendet bzw. vorgesehen.

 

d) Modifizierter Umsetzungsvorschlag

 

In einem Gespräch am 08.06.2016 zwischen dem Bürgermeister der Stadt Hünfeld und zwei Mitgliedern des Teamvorstandes des DRK-Ortsvereins Buchfinkenland wurde vom Bürgermeister die Projektidee modifiziert. Es soll nunmehr im Rahmen eines Pilotprojektes auf der Grundlage der Vereinbarung zwischen dem DRK-Kreisverband Hünfeld und dem Magistrat der Stadt Hünfeld vom 16.03.2015 (Kooperationsvereinbarung zur ergänzenden sozialen Dienstleistungsangeboten im Generationentreff Hünfeld zwischen dem Magistrat der Stadt Hünfeld und dem Kreisverband Hünfeld) ein „DRK-Bürgerbus Buchfinkenland“ beschafft und in Verbindung mit der DRK-Ortsvereinigung Buchfinkenland betrieben werden.

Auf der Grundlage dieser Vereinbarung soll sich der „DRK-Bürgerbus Buchfinkenland“ dann allerdings auf den Personenkreis mobilitätseingeschränkter Personen begrenzen.

Der Vorstand des DRK-OV Buchfinkenlands hat sich zwischenzeitlich in verschiedenen Treffen mit einer Konkretisierung eines solchen Pilotprojektes befasst und das nachfolgende Projektkonzept entwickelt.

 

2. Konzept –PILOTPROJEKT

 

„ Aus Liebe zum Menschen“- DRK-Bürgerbus Buchfinkenland – mit Einbindung der Orte Sargenzell und Rückers

 

  • Grundlagen und Ziele

 

Der DRK-OV Buchfinkenland möchte ein Mobilitätsangebot durch einen Bürgerbus schaffen, um mobilitätseingeschränkten Personen ein besonderes Angebot zu mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben machen zu können.

„Menschen verbinden“ lautet die Zielsetzung, gerade Ältere, besonders Alleinstehende, die oft auch sehr zurückgezogen leben, möchten wir aktivieren. Wir möchten ihnen die Möglichkeit geben, wieder stärker am öffentlichen Leben teilzunehmen und ihnen darüber hinaus ermöglichen wieder Freude z.B. an eigenen Einkaufserlebnissen oder dem Besuch von Veranstaltungen haben zu können. Wir sehen damit einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität für diese Personengruppe und durch die wieder stärkere Teilhabe am öffentlichen bzw. gesellschaftlichen Leben und einen wichtigen Beitrag ihrer Vereinsamung entgegen zu wirken.

Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Hünfeld hat in Verbindung mit dem DRK-Ortsverein Buchfinkenland sieht darin eine wichtige Aufgabe für mobilitätseingeschränkte Menschen entsprechend dem Grundsatz des Deutschen Roten Kreuzes „Aus Liebe zum Menschen“.

Ältere Menschen erhalten auch häufig keine hinreichenden Informationen zu besonderen Veranstaltungen, Zeitungen werden weniger gelesen. Insbesondere mangelt es aber an ausreichenden eigenen Aktivitäten und Antriebskräften. Die Menschen müssen sozusagen abgeholt werden, man muss auf sie zugehen. Dies ist nur dezentral leistbar und muss möglichst durch Personen erfolgen, die den älteren Menschen bekannt sind.

Oft bedarf es eines kleinen Anstoßes, manchmal auch intensiverer Bemühungen, die gewohnte Umgebung zu verlassen, eine Veranstaltung zu besuchen oder Hilfe zu erhalten, um beispielsweise einen Einkauf auf dem Wochenmarkt, im Supermarkt oder in einem Kleidergeschäft zu tätigen.

Wir möchten diese Menschen ermutigen, mit Hilfe des Bürgerbusses wieder mehr am öffentlichen Leben teilzuhaben. Dies durch die persönliche Ansprache von Mitgliedern des DRK-OV Buchfinkenlands, durch ehrenamtliche Besuchsdienste der Kirchengemeinden und möglichst auch durch die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher, sowie durch Mitglieder der Ortsbeiräte in den jeweiligen Stadtteilen. Von sich aus werden die Hilfe bedürftigen Menschen häufig nicht selbst aktiv um entsprechenden Angebote aufzugreifen, wie die Erfahrung zeigt. Eine förmliche Zulassung nach einer Prüfung der Einkommensverhältnisse zu diesem besonderen Angebot ist nicht vorgesehen. Die Gefahr eines Missbrauchs ist nicht erkennbar.

  • Fahrzeug – Fahrerinnen und Fahrer

 

Der zu beschaffene DRK-Bürgerbus soll zum einen normale Sitzplätze aufweisen, und zudem die Möglichkeit bieten, mobilitätseingeschränkte Personen im Rollstuhl zu transportieren.

Für das Fahren des Busses wird kein Personenbeförderungsschein erforderlich, der Pkw-Führerschein der Klasse drei ist ausreichend.

Wir glauben, dass als Fahrer gerade ältere Menschen, die im Ruhestand, aber noch rüstig sind, sich gerne in dieses Projekt einbringen und hierfür besonders geeignet sind.

Von besonderer Bedeutung wird es sein, aus den beteiligten Stadtteilen Fahrerinnen und Fahrer zu gewinnen, die die überwiegend mobilitätseingeschränkten Personen persönlich kennen. Das Angebot sollte sich nicht nur an die Senioren und die mobilitätseingeschränkten Menschen im Buchfinkenland beschränken, sondern die Orte Sargenzell und Rückers, und die Weiler Herbertshöfe und Neunhards miteinbinden.

  • Trägerschaft – Organisation

 

Der DRK-Kreisverband Hünfeld e.V. soll Eigentümer und Halter des Fahrzeugs werden sowie als Koordinierungsstelle für Nachfragen tätig werden.

Der DRK-OV Buchfinkenland übernimmt die Betriebsorganisation, die Gewinnung von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern, die Einsatzsteuerung für Fahrten sowie die Ansprache (Aktivierung) der Menschen, für die das Fahrzeug gedacht ist.

Der DRK-OV Buchfinkenland will insofern mit den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern des Buchfinkenlandes einschließlich Sargenzell und Rückers, sowie bei entsprechender Bereitschaft, mit den örtlich ansässigen Vereinen, Kirchengemeinden und sonstigen in der Seniorenarbeit tätigen Helfer und Helferinnen zusammenarbeiten.

Für die Koordination und die Abstimmung der Aktivitäten soll zudem eine Steuerungsgruppe gebildet werden, der möglichst aus allen beteiligten Stadtteilen eine Vertreterin bzw. Vertreter angehören soll.

  • Finanzierung der Investitionskosten

 

Die Beschaffung eines entsprechenden Fahrzeuges wird mit ca. 39.369,28 EUR veranschlagt. Dies beinhaltet den Ausbau des Fahrzeugs mit Systemboden, eine Vorkehrung für die Befestigung von zwei Rollstühlen, Trittstufe mit Halterung sowie eine Aluminiumrampe.

Zur Finanzierung soll ein Antrag an das Land Hessen gestellt werden, erwartet werden insofern 50% der Fahrzeugkosten ohne MwSt., d.h. 16.541,72 EUR. Ergänzend ist ein Antrag über den DRK-Landesverband Hessen an Hessen Lotto vorgesehen.

Von dort wird entsprechend der zurückliegenden Beschaffungen ein Zuschuss von 5.000,– EUR erwartet.

Die Finanzierung des Restbetrages von ca. 17.827,56 EUR soll, soweit nicht weitere Spenden bzw. Zuschüsse (z.B. Stadtwerke, Bürger- und Unternehmensstiftungen, Private Firmen) erreicht werden, entsprechend dem Vorschlag des Bürgermeisters aus Mitteln des „DRK-Stadtbudgets“ (Ziffer 4 der Kooperationsvereinbarung) erfolgen.

  • Finanzierung der Betriebskosten

 

 

Die Betriebskosten für einen solchen DRK-Seniorenbus werden nutzungsabhängig mit 3.500,– bis 4.500,– EUR pro Jahr eingeschätzt. Diese entstehen für Kraftstoff, Wartung, Reparatur, Bereifung, Gebühren, Steuern, Versicherung und Sonstiges. Kosten für die Fahrerinnen und Fahrer entstehen nicht, da diese rein ehrenamtlich tätig werden.

Zur Finanzierung der Betriebskosten werden für den Zeitraum des Pilotprojektes -erwartete Lebensdauer des Busses beträgt 12 Jahre – jährlich zunächst 1.000,– EUR aus einer „Sonderrücklage DRK-Bürgerbus Buchfinkenland“ bereitgestellt.

Weitere 500,– EUR trägt der Ortsverein Buchfinkenland jährlich aus Eigenmitteln bei. Darüber hinaus wird er die eingehenden Spenden für dieses besondere Angebot, die jährlich mit rund 500,– EUR eingeschätzt werden, einbringen.

Die verbleibenden notwendigen Finanzierungsmittel von ca. 1.500,– EUR, bei größerer Inanspruchnahme ca. 2.500,–EUR, sollen dann aus dem „DRK-Stadt-Budget“ (Ziffer 4 der Kooperationsvereinbarung, entsprechend dem Vorschlag des Bürgermeisters) übernommen werden.

 

  • Umsetzung

 

 

Für die Realisierung des aufgezeigten Konzepts

 

„ Aus Liebe zum Menschen“- DRK-Bürgerbus Buchfinkenland – mit Einbindung der Orte Sargenzell und Rückers

bedarf es einer Genehmigung des IKEK-Förderantrages durch das Land Hessen-WI-Bank-, der Bewilligung der vorgesehenen Fördermittel Hessen Lotto sowie der förmlichen Beschlussfassungen des Präsidiums des DRK-Kreisverbandes Hünfeld und des Magistrats der Stadt Hünfeld, die in Aussicht gestellt wurden.

Für das Leitungsteam DRK-Ortsverein Buchfinkenland,

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Karsten Fey Ulrich Strobel

Teamkoordinator und Sprecher Schriftführer

Anschreiben der Ortsvorsteher an den Magistrat der Stadt Hünfeld:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schwenk,

sehr geehrte Frau Sauerbier, sehr geehrte Herren des Magistrats,

hiermit bitten wir zeitnah, d. h. möglichst im Frühjahr oder Sommer 2015, um die Bereitstellung eines Bürgerbusses für das Buchfinkenland.

Im Rahmen des IKEK Hünfeld wurde im Handlungsfeld 3 – Versorgung, Bildung, technische Infrastrukturen u. a. ein Leitprojekt „Zusammen mobil“ beschlossen. Aufgrund der Priorität des Projektes sollte eine zeitliche Umsetzung kurzfristig, d. h. innerhalb der ersten drei Jahre erreicht werden. Zwei der Arbeitsschritte hierfür („Modellhafte Umsetzung von Wartebänken in Orten mit einem zentralen Ortsausgang“ und „Umsetzung der Plattform im Internet“) sollte durch die AG Mobilität inhaltlich konkretisiert werden.

 

Für den insofern weiter vorgesehenen Arbeitsschritt „Einsetzen von weiteren Bürgerbussen zur gemeinsamen Nutzung durch Vereine und/oder private Gruppen“ konnte zwischenzeitlich eine konzeptionelle Lösung für Michelsrombach unter Einbindung der weiteren Stadtteile des Buchfinkenlandes Oberrombach, Oberfeld und Rudolphshan gefunden werden.

Wir sind der Auffassung, dass ein solches Projekt vor allen Dingen dezentral unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten entwickelt werden muss. Erste Überlegungen in Michelsrombach dahingehend, hierzu eine Genossenschaft zu bilden, haben sich nicht konkretisieren lassen. Erfreulicherweise hat nunmehr der neu gegründete Ortsverband Buchfinkenland des Deutschen Roten Kreuzes seine Bereitschaft erklärt, mit Unterstützung des DRK-Kreisverbandes Hünfeld die Organisation und Koordination eines solchen Bürgerbusses zu gestalten. Eine erste intensive Diskussionsrunde (DRK-Vertreter, Mitglieder Steuerungsgruppe, Ortsvorsteher) hat gezeigt, dass es sich bei einem Projekt dieser Art um ein Pilotprojekt handelt, das dann auch für die Anschaffung weiterer Bürgerbusse Modellcharakter haben kann. Von daher ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der nunmehr gebildeten Lenkungsgruppe „Bürgerbus Buchfinkenland“ und der „AG Mobilität“ vorgesehen. Insofern wäre es sicherlich sinnvoll, wenn sich die neue Mitarbeiterin für den IKEK-Prozess bei der Stadt Hünfeld in die weiteren Beratungen einbinden würde.

Auch wenn keine Berücksichtigung im Grundhaushalt 2015 mehr möglich ist, bitten wir darum, unverzüglich Fördermittel für das Projekt zu beantragen. Andererseits ergibt sich aus der Verzögerung bis zum Vorliegen der neuen Förderrichtlinien nunmehr auch eine gute Begründung dafür, dass nun endlich etwas passieren muss. Bei dem Startprojekt Bürgerbus handelt es sich um eine Maßnahme, mit der insbesondere älteren, mobilitätseingeschränkten Menschen wertvolle Hilfen zuteil werden.

Darüber hinaus könnte z. B. der Bürgerbus auch für Kinder- und Jugendaktivitäten eingesetzt werden.

Es ist außerordentlich wichtig, dass nun endlich durch IKEK praktische Hilfen – neben den vorgesehenen baulichen Maßnahmen – für Menschen sichtbar bewirkt werden.

In der ersten Sitzung der Lenkungsgruppe „Bürgerbus Buchfinkenland“ konnten bereits wesentliche Rahmenbedingungen für das Projekt geklärt und Umsetzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten entwickelt werden. Als nächster Schritt ist nunmehr die Abstimmung mit dem Bürgermeister bzw. Magistrat vorgesehen und in der nächsten Sitzung am Donnerstag, dem 05.02.2015, in Oberrombach soll dann. eine weitere Projektkonkretisierung in zeitlicher und inhaltlicher Art erarbeitet werden.

Zwischenzeitlich sollen auch die Ortsbeiräte des Buchfinkenlandes eingebunden werden.

Als nächster Schritt ist dann die Bildung einer „Arbeitsgemeinschaft Bürgerbus Buchfinkenland“ beabsichtigt, der neben den Mitgliedern der Lenkungsgruppe dann Vertreter aller Vereine des Buchfinkenlandes, die an diesem Projekt mitwirken wollen sowie der Kirchengemeinde Michelsrombach mit der Filialkirchengemeinde Rudolphshan angehören sollen.

Der Bürgerbus sollte dann dem DRK als Halter zur Verfügung gestellt werden, wobei aus rechtlichen Gründen innerhalb des DRK wiederum der Kreisverband als e. V. für den nicht rechtsfähigen OV Buchfinkenland insofern im Innenverhältnis die Halterfunktion wahrnehmen wird. Dies hat zudem den Vorteil, dass die ehrenamtlichen Fahrer, auch wenn sie nicht Rot-Kreuz-Mitglieder sind, den Versicherungsschutz – wie beim DRK-Senioren- und Sozialbus – genießen und alle rechtlichen Formalitäten für das Fahrzeug über die Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes Hünfeld abgewickelt werden.

Im Übrigen ist vorgesehen, sich bei dem Modell an dem bereits für die Stadt Hünfeld über den DRK-Kreisverband im Einsatz befindlichen Senioren- und Sozialbus zu orientieren.

Die Koordination der Fahrer und der Fahrdienste soll dann über die Koordinierungsstelle Generationentreff erfolgen. Entsprechende Angebote und Bedarfe müssen sich natürlich noch konkretisieren und festigen (Pilotprojekt). Allerdings wurden bereits in der ersten Diskussionsrunde der Steuerungsgruppe konkrete Vorstellungen, die auch praktisch umsetzbar sind, entwickelt.

Der anzuschaffende Kleinbus sollte ein neues oder neuwertiges Fahrzeug sein, um eine möglichst lange Lebensdauer im Rahmen dieser Fördermaßnahme zu erreichen. Ob hierzu die angedachten ca. 20.000,00 € pro Fahrzeug ausreichen, dürfte zweifelhaft sein. Es kommt hinzu – dies ist bisher noch nicht thematisiert worden – die behindertengerechten Einbauten (siehe letzter Senioren- und Sozialbus Generationentreff Tagespflege Stadt Hünfeld) erfordern alleine einen Zusatzaufwand von rund 9.000,00 bis 10.000,00 €. Insofern sollte man beim Förderantrag für die Anschaffung eines ersten Bürgerbusses von einer Gesamtsumme in Höhe von 35.000,00 bis 40.000,00 € ausgehen.

Bezogen auf die Betriebs- und sonstigen Folgekosten gehen wir davon aus, dass eine vergleichbare Vereinbarung – wie zum Senioren- und Sozialbus Hünfeld vorhanden – zwischen Stadt und dem DRK-Ortsverein Buchfinkenland abgeschlossen wird.

Unterstellt, Einsatzzeiten und Kilometerleistungen sind etwa gleich wie beim Senioren- und Sozialbus, würden sich 3.000,00 bis 3.500,00 € an Jahresaufwendungen – ohne Abschreibungen – ergeben. Angesichts des Angebotes des DRK-Kreisverbandes, in einem Zeitraum von zunächst 10 Jahren 1.200,00 € jährlich aus einer Sonderrücklage zu übernehmen, zuzüglich einer weiteren Kostenbeteiligung durch die Ortsvereinigung Buchfinkenland jährlich im Rahmen der finanziellen Leistungsfähigkeit festzulegen ist, zwischen 300,00 bis 600,00 € unter Berücksichtigung einer maximalen Kostenübernahme pro Jahr von 50 % durch DRK-Mittel, müsste es unter Berücksichtigung erwarteter Fahrtteilnehmer-Spenden möglich sein, den größten Teil der Jahresaufwendungen zu finanzieren. Der notwendige Zuschussbedarf der Stadt pro Jahr dürfte daher deutlich unter 1.000,00 € liegen.

Ein noch klärungsbedürftiger Punkt bezieht sich auf eine Regelung zur Mitnutzung dieses Bürgerbusses auch durch Kinder und Jugendliche von Kirchengemeinden oder von Vereinen. Grundsätzlich sollte dies eröffnet werden, allerdings nach klaren Spielregeln.

Zur nächsten Sitzung der Steuerungsgruppe am 05.02.2015 soll durch das DRK ein erster konkreter Konzeptentwurf für die Einsatzbereiche, die Nutzung und die Organisation des Bürgerbusses Buchfinkenland vorgelegt werden. Wir bitten vor dem diesem Termin, in einem Gespräch mit Vertretern des DRK die Rahmenbedingungen zu erörtern und die finanziellen Mittel im notwendigen Umfang zuzusagen.

Angesichts der Bedeutung dieses Projektes für das gesamte Buchfinkenland mit rund 2.000 Einwohnern und der Einordnung des Projektes Bürgerbus im IKEK als Leitprojekt hoffen wir auf eine kurzfristige positive Entscheidung und Rückantwort.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Blum Stefan Eckart

Ortsvorsteher Oberrombach Ortsvorsteher Michelsrombach

Reinhold Jordan Hermann Weber

Ortsvorsteher Oberfeld Ortsvorsteher Rudolphshan