Dort wurde vor kurzem der neue Rettungswagen des DRK Hünfeld offiziell in Betrieb genommen. „Es ist keine Ersatzbeschaffung, sondern ein zusätzliches Fahrzeug“, sagt Kreisgeschäftsführer Herbert Knittel. Der neue Rettungswagen ist neben dem Notarzteinsatzfahrzeug einer von vier Rettungswagen des DRK-Kreisverbands Hünfeld. „Mit der neuen Stellplatzwache und dem Rettungswagen können wir künftig in Burghaun und vor allem im Kiebitzgrund schneller vor Ort sein“, betont Knittel. Damit würden die immer weiter steigenden Einsätze besser abgedeckt. Waren es 1994 noch 560 Notarzteinsätze des DRK Hünfeld, so ist die Zahl im vergangenen Jahr bereits auf 1081 Notarzteinsätze gestiegen. „Die Gründe dafür sind die gesellschaftliche Entwicklung und die steigende Bevölkerungszahl in der Region“, erklärt Knittel. Im vergangenen Jahr war die Entscheidung gefallen, eine Stellplatzwache in Burghaun zu errichten, die es nun seit März gibt – damit verbunden war auch der Kauf des neuen Autos. Die Kosten für den Mercedes Sprinter belaufen sich auf insgesamt 136 000 Euro. „Pro Jahr wird das Fahrzeug 30 000 bis 40 000 Kilometer fahren“, schätzt Knittel und fügt hinzu: „Etwa 1000 Fahrten wird das Auto pro Jahr zurücklegen.“ Außerdem wurden zwei neue Rettungsassistenten eingestellt, so dass nun 27 Mitarbeiter beim DRK in Hünfeld beschäftigt sind. Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), Erster Kreisbeigeordneter, geht davon aus, dass durch die neue Stellplatzwache und den Rettungswagen die Zehn-Minuten-Hilfsfrist nun besser eingehalten werden könne. Diese hessenweit vorgeschriebene Frist besagt, dass ein Rettungswagen innerhalb von zehn Minuten vor Ort sein muss. „Das einzuhalten, ist sowohl in der Rhön als auch hier im nördlichen Landkreis zum Teil schwer“, sagt Wingenfeld, und er fügt hinzu: „Wir sind hier zwar gut aufgestellt, aber können uns dadurch noch weiter verbessern.“ Die Stellplatzwache ist keine ständig besetzte Rettungswache wie beispielsweise in Hünfeld oder Eiterfeld. „Je nach Bedarf werden die Fahrzeuge von der Leitstelle hier positioniert“, erklärt Knittel. In dem leer stehenden Gebäude im Städeweg 7, das dem DRK im vergangenen Jahr geschenkt wurde, gibt es einen Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter, solange sie in Burghaun stationiert sind. Die anderen Räume werden künftig mit der Gemeinde Burghaun genutzt. Im oberen Geschoss soll eine Nachhilfeschule entstehen, im unteren Bereich ein Seniorentreff. Den geistlichen Segen für den neuen Rettungswagen spendeten der katholische Pfarrer Gerhard Bug und sein evangelischer Kollege Jörg Hammel.
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